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Von Erfahrungen schreiben – Aus dem Leben schreiben II

b) Wann und wie man Geschichten im Unterricht einsetzt

„Erzähle mir eine Tatsache und ich werde lernen. Sag mir die Wahrheit und ich werde glauben. Aber erzähle mir eine Geschichte und sie wird für immer in meinem Herzen bleiben.“ – Sprichwort der US-amerikanischen Ureinwohner


Das Erzählen von Geschichten ist eine der ältesten und effektivsten Methoden des Unterrichts. Im Alltag vermitteln wir Kindern auf diese Weise Lehren über u.a. Moral und Sicherheit. In jeder Kindheit gibt es moralische Geschichten, die zu einem erzieherischen Zweck erzählt wurden: Äsops Fabeln sind ein gutes Beispiel dafür. Nehmen Sie zum Beispiel die Geschichte „Der Hirtenjunge und der Wolf“, eine lehrreiche Botschaft für Kinder, die in Versuchung geraten könnten zu flunkern oder Erwachsenen Streiche zu spielen.


Um hierzu weiterlesen zu können, klicken Sie hier.


Nicht nur zu Hause wird das Geschichtenerzählen pädagogisch eingesetzt. Wenn Sie sich gerne an einen Ihrer Lehrer aus der Grund- oder weiterführenden Schule erinnern, dann wahrscheinlich deshalb, weil er Sie mit Geschichten, die den Lehrstoff veranschaulichten, beschäftigt und interessiert hat. Ein Thema wurde eingeführt und zur Illustration wurde eine Anekdote dazu erzählt. Das Erzählen von Geschichten bringt Emotionen und Vorstellungskraft in den Lernprozess und hilft uns zu verstehen, eine Beziehung herzustellen und uns zu erinnern.

Wenn Führungskräfte aus dem Management das Engagement ihrer Mitarbeiter stärken wollen, wenden sie das Konzept der “Vier I’s” („Four I’s“) an. Dieses Konzept kann auch im Hinblick auf digitales Storytelling im Unterricht äußerst hilfreich sein, vor allem im Online-Unterricht. Gerade in jener Situation ist es schwieriger, die Reaktion der Lernenden zu beurteilen.


Die “Vier I’s” bilden die ersten Buchstaben der folgenden vier englischen Wörter:

  • interest (Interessieren)
  • instruct (Unterweisen)
  • involve (Einbeziehen)
  • inspire (Inspirieren)

c) Mit Erinnerung arbeiten


In SenGuide unterrichten Sie ein Gebiet, das zu Ihrer Expertise und Ihrer Leidenschaft gehört. Dies wird eng mit Ihrem eigenen Leben verknüpft sein, d.h. dass Ihre Erzählung teilweise Ähnlichkeiten mit dem Verfassen von Memoiren haben wird. Das bedeutet nicht, dass Sie alles aufschreiben sollen, was in Ihrem Leben passiert ist. Das wäre fast unmöglich, wahrscheinlich auch ein bisschen langweilig oder datentechnisch unsicher. Beim Schreiben von Geschichten aus Ihrem Leben entscheiden Sie sich dafür, einen bestimmten Bereich Ihres Lebens zu beleuchten. In Bibliotheken oder Buchhandlungen finden sich viele Beispiele für Memoiren über Kindheit, Krankheit oder den Beruf.


Im Rahmen von SenGuide werden wir Sie dazu ermutigen, jene Ereignisse in Ihrem Leben zu beleuchten, die Ihre Begeisterung entfacht oder dazu geführt haben, ein Fachwissen aufzubauen. Dieses Fachwissen, diese Expertise, werden Sie mit Ihren Lernenden/Ihrer Zielgruppe teilen. In Vorbereitung auf Lerneinheit 3 empfehlen wir das Reflektieren und Üben von „Lebensgeschichten“.

d) Übungen und Aufgaben: Verfassen Sie einen kurzen Text zu einer oder mehrerer dieser Aufgaben.

  • Erinnern Sie sich an eine Geschichte über Moral oder Sicherheit, die Ihnen als Kind erzählt wurde – vielleicht haben Sie selbst Ihren Kindern eine solche Geschichte erzählt?
  • Picken Sie sich beim Thema Essen/Ernährung einen speziellen Bereich heraus: Erinnern Sie sich an ein Lieblingsessen aus Ihrer Kindheit oder an Ihr erstes Kocherlebnis und schreiben Sie diese Geschichte nieder.
  • Schreiben Sie doch eine Geschichte zum Thema Bauen/Schreinern: Erinnern Sie sich, wie Sie selbst ein Spielzeug gebaut haben (z. B. einen Schlitten, einen Bauernhof, ein Haus).
  • Thema „Lernen und Bildung“: Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schultag und schreiben Sie diese Geschichte auf.

Kursplan 

Lernpfad: Modul 1: Online-Inhalte Schreiben
Kurs: M1 LE 1: Einführung in das Schreiben von Texten

Kursleitung

Keine Kursleitung zugewiesen.

Fortschritt

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